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Aktuelles

Siegel

14.07.2022

WÄRMEPUMPEN SIND GEFRAGT.

abstrakter, warmer Hintergrund mit Lichtrefelexen in gelb und rot

In immer mehr neuen Wohngebäuden in Deutschland werden erneuerbare Energien zum Heizen genutzt: Über zwei Drittel (70,7 %) der im Jahr 2021 fertiggestellten Wohngebäude werden ganz oder teilweise mit erneuerbaren Energien beheizt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stieg dieser Anteil gegenüber dem Jahr 2020 (68,8 %) um knapp zwei Prozentpunkte. 2015 hatte er noch bei 61,5 % gelegen. Als primäre, also überwiegend für das Heizen eingesetzte Energiequelle werden erneuerbare Energien in mehr als der Hälfte (55,1 %) der 102 955 im Jahr 2021 fertiggestellten Wohngebäude eingesetzt (2015: 38,0 %). Meist handelt es sich um Wärmepumpen: Sie kommen in 50,6 % der Neubauten als primäre Heizung zum Einsatz. Zum Vergleich: 2015 waren es noch 31,4 %. Der Verein zur Qualitäts-Controlle am Bau e.V. (Göttingen) weist darauf hin, dass bei diesen neuen Heiztechnologien eine besonders sorgfältige Bauausführung des Neubaus nötig sei, da ansonsten die Heizleistung in manchen Situationen nicht ausreichen könne.

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11.07.2022

ÖKO-BAUWEISEN BEI BAUHERREN BELIEBT

abstrakter Hintergrund mit Luftblasen

Ökologisch wertvolles Bauen und Sanieren ist teuer – daher scheuten bis vor kurzem noch viele Häuslebauer/-innen Nachhaltigkeit bei der Bauplanung. Noch teurer jedoch ist es, unterjährig hohe Kosten aufgrund des fehlenden energetischen Konzepts zu tragen. Demnach ist umweltfreundliches Bauen laut der jüngsten repräsentativen Umfrage von Baufi24 hipp wie nie: 94 Prozent der Befragten nennen sinkende Betriebskosten als zentralen Grund dafür, nachhaltig zu bauen. 89 Prozent empfinden gesundheitliche Faktoren als besonders wichtig.

Immobilienbesitzer/-innen sind bereit, für nachhaltig konstruierte Immobilien mehr zu zahlen: 34 Prozent der Befragten würden Mehrkosten von bis zu 10 Prozent in Kauf nehmen, 33 Prozent würden sogar bis zu einem Viertel des Preises drauflegen.

Je kürzer die Anschaffung der Immobilie zurück liegt, desto höher wird die Umwelt- und Klimafreundlichkeit eingeschätzt. 27 Prozent der Immobilien, die nach 2009 erworben wurden, werden im Vergleich zum Bestand als weniger umwelt- und klimafreundlich beurteilt. 14 Prozent der Befragten, die ihre Immobilie vor 1989 erworben haben, werten sie dennoch als umwelt- und klimafreundlicher als jüngere Immobilien.

Bei der Planung gilt es, die sich verändernden Bedürfnisse, recyclebare Materialien und die Möglichkeiten eigener Energieversorgung zu beachten. Das spart meist tausende Euros beim Hausbau. Welche Optionen es gibt, darüber müssen Bauherren aufgeklärt werden. Hier ist die Bundesregierung gefragt: Eine geschickte Aufklärungs- und Förderpolitik könne nach Ansicht von Tomas Peeters erhebliche Potenziale freisetzen. Wer mit dem Gedanken spielt, ein ökologisches Bauvorhaben durchzuführen, sollte sich frühzeitig über passende Förderungen informieren.

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04.07.2022

GRÖSSTES HOLZBAUPROJEKT DEUTSCHLANDS STARTET IN BERLIN

Schreiner bei der Arbeit

Mit vorliegender Baugenehmigung kann Bauträger BUWOG mit der Errichtung von Deutschlands größtem Neubauquartier in Holzbauweise starten: Am Münsterberger Weg in Berlin-Kaulsdorf entstehen bis 2024 insgesamt 166 Wohnungen mit rund 14.300 m² Wohnfläche.

Mit dem Einsatz des nachwachsenden Rohstoffs Holz spart dieses größte Holzbauquartier Deutschlands, das ein einzelner Projektentwickler aus einer Hand realisiert, im großen Umfang CO2: Rund 5.200 Tonnen CO2 werden im Vergleich zum Bauen mit herkömmlichem Stahlbeton eingespart, so viel wie 800 Erdumrundungen mit dem PKW. Die CO2-Reduktion gegenüber klassischer Massivbauweise liegt bei rund 64 Prozent. Holz erzeugt ein angenehmes Wohngefühl, aber der nachwachsende Rohstoff hat als natürlicher CO2-Speicher auch eine ganz praktische Funktion für das Klima. Auf dem Areal Münsterberger Weg 91-95 realisiert die BUWOG in Summe 18 Reihen- und Doppelhäuser sowie 7 Mehrfamilienhäuser für Mietwohnungen. Die Wärmegewinnung im Quartier erfolgt überwiegend mit erneuerbaren Energien durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlagen. Ein moderner Gasbrennwertkessel wird lediglich punktuell zur Spitzlastabdeckung eingesetzt. Durch das Neubauprojekt wird zudem Boden entsiegelt: Ein vorher zu 100 Prozent versiegeltes Grundstück wird im Zuge der Quartiersentwicklung nur mit 35 Prozent neu versiegelt. Dies ermöglicht, dass das Niederschlagswasser vollständig auf dem Grundstück versickern oder durch Verdunstung in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgelangen kann und künftig keine Einleitung von Regenwasser in das öffentliche Abwassernetz mehr nötig ist.

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24.06.2022

BRUNATA-METRONA BESCHLEUNIGT DIGITALEN WANDEL

Wald von oben in dem CO2 ausgestanzt ist

Die Unternehmen der BRUNATA-METRONA-Gruppe haben im ersten Quartal dieses Jahres die Business Unit Digital Building gegründet. Das neue Angebot unterstützt Unternehmen der Wohnungswirtschaft bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien. Die Business Unit konnte bereits erfolgreich Kunden bei der CO2-Reduzierung sowie Gebäudedigitalisierung voranbringen und sich als starker Partner am Markt etablieren.

Kernprodukt der neuen Business Unit ist eine intelligente Heizungssteuerung. Diese hat sich schon im Praxiseinsatz bewährt: In mehreren Hundert Wohneinheiten konnten im realen Betrieb Energieeinsparungen von bis zu 30 Prozent erzielt werden. Damit ist sie ein wirkungsvolles Werkzeug, um die Wohnungswirtschaft beim energieeffizienten Umbau ihrer Gebäudebestände zu begleiten. Der Gebäudesektor verursacht mehr als ein Drittel der CO2-Emissionen in Deutschland und ist daher entscheidend für die Erreichung der Klimaziele. Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sind jedoch häufig mit hohen Kosten verbunden, was sich nachteilig auf die Mietpreise auswirkt. Geringinvestive Maßnahmen sind deshalb besonders attraktiv. Durch smarte Steuerungs- und Predictive-Maintenance-Algorithmen wird die Energieeffizienz des Gebäudes optimiert. Ein digitaler Zwilling der Immobilie erhöht die Transparenz der Steuerungsprozesse.

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16.06.2022

BÜROGEBÄUDE ALS WOHNFLÄCHEN NUTZEN BIRGT RISIKEN

Frühstückstisch im Sonnenlicht mit buntem Laptop, Kaffeekanne und Kaffeetasse

Leerstehende oder wenig genutzte Bürogebäude zu Wohnflächen machen - für manche Politiker und Immobilienexperten ist das eine Lösung für den angespannten Wohnungsmarkt. Der Mangel an Baugrundstücken und bezahlbaren Wohnungen ist enorm und wird von Woche zu Woche drastischer. Büroflächen umzuwidmen sei neben positiven Einflüssen auf den Wohnungsmarkt ressourcensparend und umweltfreundlich, sagen Befürworter. Immobilienexperte Matthias Heißner, Gründer der Vermieterwelt GmbH, warnt vor Euphorie: „Was einfach klingt, sorgt in der Praxis für weitgehende Umsetzungsprobleme. Umwidmungen lösen das Wohnungsproblem nicht.” Es gebe „substanzielle Unterschiede zwischen Wohnen und Büro“.

Fehlende „best practices“ Heißner verweist auf Themen wie die Belichtung, Sanitärstränge, unterschiedliche Raumhöhen und Installationsgegebenheiten, die bei der Umwidmung bedacht werden müssen. Bürogebäude seien grundlegend auf andere Zwecke ausgerichtet. Dazu komme, dass Gewerbeanlagen bisher selten als Wohnfläche genutzt werden – es fehlen also “best practices”. In Richtung der entscheidenden Politik sagt Matthias Heißner: „Die Umwidmung von Bürogebäuden wird durch langwierige Genehmigungsprozesse der Behörden zusätzlich erschwert. Die Einleitung von Baugenehmigungsverfahren nimmt viel Zeit in Anspruch.“ Ohne Genehmigung sei ein Umbau jedoch illegal.

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13.06.2022

WEG FREI FÜR ZINSWENDE – BAUZINSEN STEIGEN

drei Kugeln von denen zwei über ein Brett auf der dritten ausbalanciert werden

An der Zinswende führt kein Weg vorbei – das sieht nun auch die Europäische Zentralbank (EZB) ein, die bisher durch ihre stoisch abwartende Haltung aufgefallen ist: Zum ersten Mal seit über zehn Jahren wird sie im Juli den Leitzins anheben, einen weiteren Schritt stellt sie für September in Aussicht.

Bauzinsen: Höhenflug gestoppt, Potenzial für Anstieg bleibt! Nach dem explosionsartigen Anstieg der Bauzinsen bis April hat sich die Dynamik im Mai etwas beruhigt. Michael Neumann erwartet auch für die kommenden Monate keinen so drastische Entwicklung mehr wie zu Beginn des Jahres. Wohl aber ein weiter steigendes Niveau bei hoher Volatiliät: „Noch ist nicht abzusehen, wann die Inflationsraten ihren Zenit erreicht haben – und wie die EZB weiter vorgehen wird. Und bis dahin werden die Forderungen an die ETB, entschieden einzugreifen, immer massiver werden.“ Zusätzlicher Druck komme auch von der US-amerikanischen Fed: Von ihr werden im Juni und Juli Zinsschritte von jeweils 0,5 Prozentpunkten erwartet – doppelt so hoch wie üblich. Auch die Abhängigkeit Deutschlands vom Energielieferanten Russland gilt weiterhin als wirtschaftliches Risiko. Das macht die Bundesanleihen weniger interessant, erhöht deren Rendite und damit auch die Baufinanzierungszinsen.

In Folge rechnet Michael Neumann mit einem Anstieg des Bestzinses auf über 3 Prozent in diesem Jahr.

Immobilienpreise in Zeiten steigender Zinsen! Dass die höheren Zinsen die Preise für Wohneigentum in absehbarer Zeit nach unten ziehen, hält Michael Neumann von Dr. Klein für wenig realistisch. Aber: „Es kommt Bewegung in den Markt. Erste Indizien, dass die Preisdynamik abflaut, sehen wir vermutlich schon in diesem Quartal. Angesichts des aktuellen Zinsniveaus sind einige Käufer nicht mehr bereit, sich auf die hohen Immobilienpreise einzulassen – oder sie können sie sich schlichtweg nicht mehr leisten“, beobachtet er. Das Ende der extremen Preiszuwächse erwartet der Experte am ehesten in weniger prosperierenden Lagen. Ihm zufolge wichen immer mehr Interessenten auf Randlagen aus oder entschieden sich für Bestandsimmobilien statt Neubau.

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06.06.2022

GEG AUF EINSPAREN VON TREIBHAUSGAS ALS KLIMA- ZIELGRÖSSE AUSRICHTEN

mit Plastik umhüllte Hochhausecke vor blauem Himmel

Der Bundestagsausschuss für Klimaschutz und Energie befasste sich in seiner heutigen Öffentlichen Anhörung mit der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Die Sachverständige Maria Hill, ZIA-Ausschussvorsitzende Energie und Gebäudetechnik, plädierte für die stärkere Ausrichtung des GEG auf die Reduktion von CO2-Emissionen.

„Wir unterstützen die Modernisierung des GEG als wichtiges Instrument für mehr Klimaschutz im Gebäudesektor“, sagte Maria Hill. „Um die sehr ambitionierten Gebäudeziele zu erreichen, bedarf es eines großen Wurfs anstatt kleiner Schritte.“ Der Entwurf der Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag der Ampel-Fraktionen sieht vor, perspektivisch im GEG von der starren Primärenergie-Betrachtung der Referenzgebäude abzurücken und dafür die eingesparte Tonne CO2 zu berücksichtigen. „Durch CO2-Budgets anstatt einer reinen Primärenergie-Betrachtung können wir für die höchst unterschiedlichen Assetklassen im Wohn- und Nichtwohngebäudebereich und für das spezifische Gebäude passende Maßnahmen auf dem Weg zur Klimaneutralität finden“, so Hill weiter.

Im Zuge der geplanten Erhöhung des GEG-Standards auf EH55-Niveau sind auch schärfere Anforderungen an die Gebäudehülle vorgesehen. Nach Berechnungen des ZIA führt dies lediglich zu einer Reduktion von etwa 0,5 Millionen Tonnen CO2 jährlich. Dem gegenüber stünden jedoch zusätzliche Kosten von rund 430 Millionen Euro. „Um unsere Klimaziele einzuhalten, müssen wir schnell, nachhaltig und kosteneffizient Emissionen senken, auch im Hinblick auf die bereits immens gestiegenen Bau- und Materialkosten. Die entscheidenden Hebel liegen in der Steigerung der Anlageneffizienz, im Einsatz erneuerbarer Energien und in der Sektorkopplung – denn ohne eine Dekarbonisierung des Energiesektors ist ein klimaneutraler Gebäudebestand nicht zu erreichen“, erklärte Hill abschließend.

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31.05.2022

IMMOBILIENKREDITE: WEITER STEIGENDE ZINSEN ERWARTET.

Rot-weißes Modellhaus auf einem Tisch, darunter eine Grundrisszeichnung, dahinter ein rosa Sparschwein und davor eine große Lupe

Obwohl der jüngste und rasche Anstieg der Bauzinsen auf knapp drei Prozent für einen Standard-Immobilienkredit bereits ungewöhnlich stark ausgefallen ist, erwarten Verbraucherinnen und Verbraucher weitere Verteuerungen bei der Immobilienfinanzierung. Nach einer aktuellen, repräsentativen Umfrage* von Wüstenrot rechnen knapp zwei Drittel der Befragten mit einem weiteren Anstieg der Zinsen für Immobilienkredite in den nächsten zwölf Monaten.

Bernd Hertweck, Vorstandsvorsitzender von Wüstenrot: „Die langjährige Ära extrem niedriger Zinsen ist vorbei. Diese Erkenntnis setzt sich nun zunehmend auch bei den heimischen Immobilienbesitzerinnen und -besitzern sowie den Immobilieninteressentinnen und -interessenten durch. Denn nicht nur für die kurzfristige Perspektive eines Jahres besteht aktuell die Erwartung steigender Zinsen. Auch auf die Sicht von drei Jahren rechnen die Menschen mit Verteuerungen. Immerhin 62 Prozent der Befragten erwarten diese Entwicklung. Hingegen gehen nur vier Prozent davon aus, dass die Zinsen in den nächsten 36 Monaten sinken werden“.

Klare Erkenntnis: Jetzt gilt es zu handeln

Auf die Frage „Wie sollte man auf die aktuell steigenden Zinsen für Immobilienkredite reagieren?“ präferieren, bei Mehrfachnennung, 35 Prozent der Befragten, mehr Eigenkapital anzusparen. Rund 30 Prozent sprechen sich für den möglichst schnellen Abschluss eines Darlehensvertrages aus, um dem weiteren Zinsanstieg zu entgehen. Ein Fünftel nennt den Abschluss eines Bausparvertrags, um sich die noch niedrigen Darlehenszinsen der Bausparkassen vorab für einen späteren Finanzierungsbedarf zu sichern.

Hertweck: „In der aktuellen Situation ist der Abschluss eines Bausparvertrags eine sehr clevere Entscheidung. Denn er kombiniert die Motive des Aufbaus eines höheren Eigenkapitals und die langfristige Zinsfestschreibung auf ideale Weise.“

* Studiendesign: Repräsentative, panelbasierte Online-Umfrage unter 1.250 Personen älter 16 Jahre. Zeitraum: 28. April 2022 bis 2. Mai 2022.

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27.05.2022

BAUFERTIGSTELLUNGEN NACH KURZEM AUFWÄRTSTREND WIEDER RÜCKLÄUFIG.

Blick von unten nach oben, modernes sandtein-farbenes Gebäude vor blauem Himmel

In der Legislaturperiode 2018 bis 2021 sind insgesamt 1,179 Millionen neue Wohnungen gebaut worden. Das ergibt sich aus den heute veröffentlichten Baufertigstellungszahlen des Statistischen Bundesamtes. Die Zahl der fertiggestellten Wohnung ist 2021 auf 293.393 gesunken. Das sind 4,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. 2018 waren es laut Statistischem Bundesamt knapp 287.000, 2019 rund 293.000 und 2020 zirka 306.000 Baufertigstellungen. Dazu Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverband Deutschland IVD I Die Immobilienunternehmer:

„Die letzte Bundesregierung von Kanzlerin Angela Merkel hat ihre Zielvorgabe von 1,5 Millionen neuen Wohnungen zwar verpasst, aber dennoch trotz Corona für gute Impulse auf dem Wohnungsmarkt gesorgt. Es wurde vor allem dort gebaut, wo Wohnraum dringend benötigt wird. Das wirkt sich auf die Mieten aus. In den Wachstumsregionen hat die Mietenentwicklung entsprechend an Dynamik verloren. In der Ausweitung des Angebots liegt auch weiterhin der Schlüssel zum Erfolg.

Allerdings sind die Baufertigstellungen aus dem vergangenen Jahr, ebenso wie die Baugenehmigungszahlen aus dem ersten Quartal 2022, lediglich nur Momentaufnahmen. Sie unterstreichen aber eindrücklich, wie schwierig es sein wird, eine noch höhere Zielvorgabe von 1,6 Millionen Wohnungen unter den gegebenen Umständen zu erreichen. Die Folgen des Ukraine-Kriegs, steigende Zinsen, steigende Baukosten und die hohe Inflation stellt die Immobilienmärkte vor neuen und viel größeren Herausforderungen, als noch vor wenigen Wochen.

In der Immobilienbranche herrscht derzeit große Verunsicherung. Viele Projekte werden zurückgestellt und es werden kaum neue angestoßen. Es gibt eine große Bauzurückhaltung, bei der eine Zielerreichung von 400.000 neuen Wohnungen in diesem Jahr unerreichbar sein wird.

Dringend notwendig ist daher ein Umdenken in der Wohnungspolitik, hin zu pragmatischen Lösungen, vereinfachten Genehmigungsverfahren, verlässlichen Förderkulissen und wirksamen investiven Impulsen für alle Akteure der Wohnungswirtschaft. Dazu gehören auch private Bauherren und Erwerber. Neben dem Neubau muss zudem viel stärker noch der Bestand in den Fokus. Hier sollte sich die Politik verstärkt Maßnahmen wie Umnutzung, Umbau und Reaktivierung bestehender Gebäude zuwenden. Der Anteil der Baugenehmigungen für Wohnungen, die aus Bestandsmaßnahmen neu entstanden sind, betrug in den vergangenen Jahren regelmäßig um die zwölf Prozent. Diesen Anteil gilt es zu erhöhen. Denn das Potenzial aus Aufstockungen und Redevelopment ist riesig. 4,3 Millionen neue Wohnungen könnten bis 2040 aus dem Bestand entstehen, das wären schon 240.000 neue Wohnungen pro Jahr.

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23.05.2022

WIE SIEHT WOHNEN IN DER ZUKUNFT AUS?(3)

Innenbild eines Cafés mit Backsteinwand und Leuchtbuchstaben, graue Sitzecke und bunter Teppich

3. Jedes dritte Gebäude umnutzbar –Co-Living und Co-Working gemeinsam denken.

Die Arbeitsgemeinschaft zeitgemäßes Bauen e. V. nimmt an, dass etwa 30 Prozent der Büro- und Verwaltungsgebäude hierzulande mit geringem baulichen Aufwand zu Wohnungen umgenutzt werden könnten. Insbesondere jüngere bauliche Strukturen eigneten sich dafür. Legt man den zunehmenden Leerstand und die steigende Flächeneffizienz in Büro- und Verwaltungsgebäuden zugrunde, liege das Potenzial durch Umnutzung bis 2040 bei knapp 1,9 Millionen Wohnungen. Eine beachtliche Zahl, die Druck vom teuren Neubau und der Suche nach knappen Freiflächen nehmen kann. Bei der Umnutzung wird übrigens dafür plädiert, aus den Erfahrungen der Pandemie zu lernen – und Zusatzflächen für Gemeinschaftseinrichtungen oder auch ergänzende Angebote wie Co-Working-Spaces zu schaffen: Wohnnutzung und zugeordnete Co-Working-Spaces sollen bei Umbau- und Umnutzungsprojekten konzeptionell grundsätzlich gemeinsam gedacht werden. Das sehe ich als verhältnismäßig jungen Trend. Aber durchaus als Trend, der gekommen ist, um zu bleiben.

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